Mit warmen pflanzlichen Ölen ausgeführt, gehört die Ganzkörpermassage zu den wohltuendsten und effektivsten Behandlungsformen der ayurvedischen Gesundheitslehre. Sie verbindet auf harmonische Art und Weise mehrere Techniken, die der tiefen Entspannung und Vitalisierung des Körpers dienen. Nicht umsonst bedeutet Abhyanga im Alt-Indischen so viel wie „große Einölung mit liebenden Händen“.
Die hochwertigen Öle dringen tief in die Haut ein und sind wertvoll für ein gesundes Hautbild. Zudem sind die sanften Berührungen eine sehr wirkungsvolle Methode, um den Kopf freizubekommen.
Die Abhyanga beginnt am Kopf – mit einem kleinen Stirnguss. Der Körper bekommt am ganzen Körper Aufgüsse und die Chakren werden behandelt. Dann folgt die Einölung nach einem genau festgehaltenen Ablauf. Die Massage ist relativ sanft, mit wohltuendem Erfassen der Körperstrukturen.
Die Ölmassage öffnet die Srotas, d.h. die Entgiftungskanäle des Körpers. Sie wirkt also entgiftend, und zwar auf der Körperebene und wie durch Zauberwirkung auch auf der psychischen Ebene. Zugleich nimmt die Haut durch das Öl Nahrung (und eventuell medizinische Substanzen) auf. Durch geeignete Auswahl des Öls werden die Doshas (Vata, Pitta, Kapha) wie gewünscht beeinflusst. Genussreiche Entspannung: die Abhyanga. Wörtlich übersetzt „einsalben“.
Abhyanga wirkt auf die drei Zirkulationssysteme des Körpers: Blut, Lymphe, Nervensystem. Der Effekt ist vitalisierend und verjüngend. Eine regelmäßige Massage unterstützt das Immunsystem, kann bei Ausscheidungen von Giftstoffen helfen, stärkt Lunge und Knochen, verleiht einen strahlenden Teint und wirkt sich günstig aufs Verdauungssystem aus. Bei der Verwendung von Sesamöl zeigt sich eine positive Wirkung auf den Zellstoffwechsel, insbesondere den Prozess der Hautalterung.
